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Eine Familie ist wie ein Mosaik. Sie besteht aus vielen einzelnen Teilen, die für sich genommen unscheinbar wirken können. Erst zusammen ergeben sie ein Bild. Manche Teile passen auf Anhieb, andere müssen sich erst finden. Und manchmal verschiebt sich etwas, ein Stück fällt heraus, ein neues kommt dazu – nach einer Trennung, in einer Patchworkfamilie, wenn ein Kind zwei Zuhause hat.

Ich bin Katarina Bittner-Banovic, Diplom-Pädagogin und Systemische Beraterin. Seit fast dreißig Jahren arbeite ich mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien, heute in der ambulanten Jugendhilfe in Neu-Ulm. Auf dieser Seite erzähle ich, wie ich zu dieser Arbeit gekommen bin und was mich darin leitet.

Über mich

Ich bin 1979 in Bielefeld geboren, verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Seit 2016 lebe und arbeite ich in der Region Ulm/Neu-Ulm.

Mein Weg in die Arbeit mit Familien begann 1996 mit einem sozialen Jahr in einer stationären Wohngruppe der Jugendhilfe. Was als Vorpraktikum gedacht war, wurde zur beruflichen Richtung. Parallel zu Abitur und Studium habe ich über viele Jahre in den Kinderhäusern Steinhagen gearbeitet, in stationären Hilfen zur Erziehung und in der Entlastung von Familien- und Erziehungsstellen.

An der Universität Bielefeld habe ich Erziehungswissenschaften studiert und mit dem Diplom abgeschlossen. Meine Schwerpunkte lagen in der systemischen Arbeit in der Jugendhilfe, in Sozialarbeit und Sozialpädagogik sowie in der Pädagogischen Psychologie.

Von 2013 bis 2016 habe ich im Sozialpädagogischen Zentrum Schwaben-Franken in Stocksberg eine Wohngruppe und deren Team pädagogisch geleitet. Dazu gehörten Fachaufsicht und Beratung der Mitarbeitenden, die Zusammenarbeit mit Jugendämtern und Institutionen und die Umsetzung der Hilfeplanung.

Seit 2016 arbeite ich in der ambulanten Jugendhilfe in Neu-Ulm. Meine Aufgaben umfassen Sozialpädagogische Familienhilfe, Erziehungsbeistandschaft, Pflegestellenbegleitung, Betreuten Umgang, aufsuchende Familientherapie und -beratung sowie intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung.

Systemisches Denken begleitet mich seit dem Studium. 2017 habe ich die Weiterbildung zur Systemischen Beraterin am Systemischen Institut Augsburg abgeschlossen. Derzeit befinde ich mich dort in der Weiterbildung zur Systemischen Familientherapeutin (DGSF), die ich Anfang 2027 abschließe.

Ich spreche neben Deutsch auch Kroatisch, Serbisch und Bosnisch.

Ausbildung

2003 – 2014Universität Bielefeld, Fakultät für Erziehungswissenschaften, Diplom. Schwerpunkte: Erziehungswissenschaften und systemische Arbeit in der Jugendhilfe, Sozialarbeit und Sozialpädagogik, Pädagogische Psychologie
1997 – 2003Oberstufenkolleg an der Universität Bielefeld (UNESCO-Projektschule), Abitur mit Grundstudium in Evangelischer Theologie und Gender Studies
1996 – 1997Carl-Severing-Berufskolleg für Soziales, Bielefeld, soziales Jahr in einer stationären Wohngruppe

Beruflicher Weg

seit 2016Ambulante Hilfen zur Erziehung, Neu-Ulm: Sozialpädagogische Familienhilfe, Erziehungsbeistandschaft, Pflegestellenbegleitung, Betreuter Umgang, aufsuchende Familientherapie und -beratung, intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung
2013 – 2016Sozialpädagogisches Zentrum Schwaben-Franken, Stocksberg: Pädagogische Leitung, Leitung einer Wohngruppe, Fachaufsicht und Beratung des Teams, Zusammenarbeit mit Behörden und Institutionen, Hilfeplanung
2000 – 2013Gemeinnützige Gesellschaft für systemische Sozialpädagogik mbH, Steinhagen: Gruppenleitung für Ferienseminare in Stocksberg
2004 – 2009Kinderhäuser Steinhagen, stationäre Hilfen zur Erziehung: Pädagogische Ergänzungskraft
1997 – 2001Kinderhäuser Steinhagen, stationäre Hilfen zur Erziehung: Entlastungskraft für sozialpädagogische Familien- und Erziehungsstellen

Weiterbildung

2024 – 2027Systemisches Institut Augsburg: Weiterbildung Systemische Familientherapeutin (DGSF), Abschluss Februar 2027
2026Fortbildung Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung (ISEF)
2015 – 2017Systemisches Institut Augsburg: Systemische Beraterin (SInA-ISB)
2013 – 2014„Leben mit zwei Familien“
2013Grenzen und Möglichkeiten im Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen in der Jugendhilfe
2010Systemaufstellung im Bereich erzieherische Hilfen
2005 – 2006„Helfen in Balance“, Fortbildung systemische Eltern- und Familienberatung
2005Ressourcen- und lösungsorientierte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Prozess der Hilfeplanung

Sprachen

Deutsch, Kroatisch, Serbisch, Bosnisch, Englisch (Grundkenntnisse)

Der systemische Blick

Wer mit Familien arbeitet, merkt schnell: Ein Kind, das in der Schule auffällt, ein Jugendlicher, der sich zurückzieht, ein Paar, das nur noch streitet – das sind selten Probleme einer einzelnen Person. Es sind Muster, die zwischen Menschen entstehen. Genau dort setzt systemisches Denken an.

Ein paar Grundgedanken, die mich in meiner Arbeit leiten:

Niemand ist allein das Problem. Verhalten hat immer einen Zusammenhang. Wer nur auf den Einzelnen schaut, übersieht das Umfeld, in dem das Verhalten Sinn ergibt.

Jede Familie hat Stärken. Auch dort, wo gerade vieles schiefläuft, gibt es Erfahrungen, Fähigkeiten und Beziehungen, die tragen. Sie zu finden, ist oft der erste Schritt.

Es geht um Lösungen, nicht um Schuld. Die Frage „Wer hat angefangen?“ führt selten weiter. Die Frage „Was soll anders werden, und was braucht es dafür?“ dagegen schon.

Alle Seiten haben ihre Berechtigung. In Konflikten hat jeder seine Sicht, und jede davon ist aus der jeweiligen Position heraus nachvollziehbar. Diese Haltung, die man Allparteilichkeit nennt, ist für mich die Grundlage jeder Arbeit mit Familien.

Kleine Veränderungen wirken. Familien sind Systeme. Wenn sich an einer Stelle etwas bewegt, bewegt sich auch an anderen etwas. Das ist manchmal anstrengend, aber es ist auch die gute Nachricht: Es muss nicht alles auf einmal anders werden.

Kontakt

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kontakt@familienmosaik.de